Gründung eines Jointventures A Raymond-Walraven

Date : 19. 06. 06

Für die Gruppe A Raymond besteht der Wunsch, eine gelungene und dauerhafte Diversifizierung der Fertigungsaktivitäten zu schaffen, nicht erst seit gestern.

 

A Raymond SARL hat sich schon 1990 in das Abenteuer für das Baugeschäft mit einer Vertriebsabteilung und dann Tochter RAYFIX (1999) gestürzt, welche die bereits bestehenden oder von da an entwickelten Haus-Produkte vertreiben sollte.

Trotz der anfänglichen Erfolge und eines wirklichen Interesses bei Händlern und Endkunden waren die Ergebnisse enttäuschend mit stagnierendem Geschäft und aufeinander folgenden Verlusten. Der Mangel an Bekanntheit, die bescheidene Größe der Firma und die Trägheit bei den Kundengewohnheiten haben es RAYFIX nicht gestattet, einen festen und dauerhaften Platz in diesem Geschäft zu erobern.
Dennoch ist das Potenzial da; dieser Massenmarkt zeigt ständig seine Fähigkeit, Befestigungsprodukte „mit Mehrwert“ anzunehmen und dauerhaft aufzunehmen, wenn man weiß, wie man es angehen muss...
Bestimmten Marktteilnehmern, Herstellern oder Händlern gelingt das seit langem, und unsere Geschäftsführer, die sich bemühten, diesem Zweig der Diversifizierung eine Zukunft zu geben, lauschten seit 2005 auf jeden seriösen Vorschlag oder eine Gelegenheit. Der Startpunkt dessen, was folgt, ist die Herausgabe des Aufhängers Tigre im Jahre 2005 und dessen Aufnahme in das Sortiment von REXEL , trotz eines reichlichen Wettbewerbs an klassischeren Befestigungen.
Einer dieser Wettbewerber ist die Firma WALRAVEN.WALRAVEN ist eine holländische Firma mit Sitz in einem Vorort von Amsterdam.
Diese Fertigungsfirma stellt in 4 Fabriken in Europa Halteprodukte aus Weichstahl, Schienen und Schellen her, wobei letztere mit Schallschutzisolierungen montiert werden.
Sie hat einen sehr großen Katalog an eigenen Lösungen, ergänzt durch Handelsprodukte aus Kunststoff und gehärtetem Stahl.Diese Firma beliefert die europäischen Händler für Klempnerei, Sanitär, Heizung und ist dabei, ihre Palette auf Elektroinstallation auszuweiten. Sie erzielt einen Umsatz von etwa 50 M€, und ihre Marktanteile in Nordeuropa, Deutschland und Osteuropa sind sehr groß.

Die große Bekanntheit von A Raymond und die für Rayfix herausgebrachten neuen Produkte haben die Firmenleitung von WALRAVEN veranlasst, an A Raymond heranzutreten, die außerdem auf ergänzende Produkte aus Kunststoff und gehärtetem Stahl spezialisiert ist, welche sie brauchen.

Das Ziel von WALRAVEN war es, ein Vertriebszentrum in Frankreich und dann in Südeuropa einzurichten, mit dem Zweck, in diesen Ländern dasselbe Durchdringungsniveau zu erreichen, wie sie es woanders in Europa schon hat.

Nach vier sehr intensiven Sitzungen kamen die beiden Partner am 12. April 2006 zur Unterzeichnung eines Jointventures „RAYMOND WALRAVEN“ mit 50 % A Raymond und 50 % WALRAVEN.

Dabei ist anzumerken, dass WALRAVEN bereits 3,4 M€ in Frankreich erzielt, was zusätzlich zu den 2,5 M€ von RAYFIX erlaubt, eine ausreichende Größe zu erlangen, um in den Panels der Haupt-Handelskunden gehalten zu werden und eine örtliche Niederlassung zu rentieren.

Andererseits verpflichtet sich WALRAVEN, die Produktpaletten von A Raymond in ganz Europa über ihre bereits niedergelassenen Filialen zu vertreiben.

Die Motivation dieses Partners, das Vereinen der komplementären Produktpaletten und das Einbringen der beiden Kundenportefeuilles müssen diesem Geschäftsbereich Bau eine Zukunft geben und sehr große Fertigungsvolumina bieten, eine zusätzliche Geschäftsquelle für die Gruppe.

Die Einrichtung dieses Jointventures geschieht am Standort TECHNISUD, und der Beginn des Geschäfts ist für den 1. September 2006 vorgesehen.

 

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